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Handy am Steuer
– sei clever, fahr ohne

Sonst knallt es

Nur mal kurz auf WhatsApp gucken. Nur mal kurz die Nachricht checken. Nur mal kurz ans Telefon gehen - könnte ja wichtig sein...  und das bei Tempo 50.

Diese eine Sekunde Ablenkung bedeutet das Aus. Für Dich, für die junge Frau im anderen Auto, die lachende Clique am Straßenrand oder den Fahrradfahrer.

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Interviews

Viel zu häufig lassen wir uns von unseren Smartphones den Alltag diktieren, manchmal um den Preis unserer Sicherheit und der anderer. Warum wir besonders als Autofahrer die Finger vom Mobiltelefon lassen sollten, erklären Amrei Haardt, Eva Habermann und Philipp Christopher.

Amrei Haardt
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Eva Habermann
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Philipp Christopher
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Bis es dann knallt

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My Story

Ob es das wert ist, erzählen Dir Menschen in "My Story", die persönlich betroffen sind. Diese Interviews lassen bestimmt auch Dich nachdenken.

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Christian, 34

Wo soll ich anfangen? Wir fuhren auf der Autobahn, waren auf dem Weg zur Schwiegermutter. Meine Frau und ich hatten wegen irgendwas gestritten, keine Ahnung worum es ging, und dann kam noch der Feierabendverkehr und Stau. Ich sah das Warnblinklicht vom Vordermann und dachte noch: Gott sei Dank nicht hinter einer Kurve. Ich schaute in den Rückspiegel, was unsere Tochter macht, weil ihr immer langweilig war auf Autofahrten. Und dann sehe ich diesen LKW. Ich sehe es jedes Mal wenn ich die Augen schließe. Ich denk noch: Scheiße, das schafft der nicht. Der LKW hat uns so erwischt, dass wir zwischen Leitplanke, und die vor uns stehenden Autos geschoben wurden, erzählte man mir später im Krankenhaus. Ich war eine Woche auf der Intensivstation. Erst wollten mir die Leute nichts sagen, irgendwann erzählte mir meine Frau, dass unsere Tochter den Unfall nicht überlebt hatte. Das ist jetzt drei Jahre her. Bei der Gerichtsverhandlung gegen den LKW Fahrer kam raus, dass er seiner Frau eine SMS geschrieben hatte. Er sah sie nur ein Wochenende im Monat. Ich weiß nicht, was ich fühlen soll. Es wechselt zwischen Trauer, Wut und totaler Leere. Wir waren nur zur falschen Zeit am falschen Ort. 

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Jana, 18

Ich war mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einer Geburtstags­party. Wir hatten an dem Tag unsere Abschluss­zeugnisse bekommen und wollten das richtig feiern. Davor haben wir bei mir vorgeglüht, Mädchenkram gemacht, Klamotten anprobieren, sowas alles halt. Als wir dann endlich losfuhren, waren wir super gelaunt und wie immer spät dran. Ich saß vorne auf dem Beifahrersitz und wollte undbedingt ein Selfie für Instagram machen, als ob wir nicht schon hundert ähnliche gehabt hätten. Wir haben rumgealbert. Dann sehe ich nur noch dieses andere Auto, das uns entgegen kommt, den entsetzten Blick des Fahrers. Meine Freundin auf dem Rücksitz schrie und dann nur noch der Knall. Unsere Fahrerin war wegen meiner blöden Selfie-Idee aus Versehen auf die Gegenfahrbahn geschwenkt. Der Familienvater, der uns entgegen kam, landete beim Ausweichen auf dem Grünstreifen. Ihm und seiner Frau auf dem Beifahrersitz ist zum Glück nichts passiert, aber natürlich gab es riesigen Stress, wer denn nun Schuld an dem Unfall hatte. Wir haben uns total zerstritten und haben keinen Kontakt mehr.

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Marc, 19

Eigentlich sollte es mein Jahr werden, jetzt sitz ich immer noch in meinem Kinderzimmer. Ich war mit der Schule fertig, wollte mir ein WG-Zimmer suchen, raus bei meinen Eltern.  Ich hatte mich für eine Ausbildung als Speditions­kaufmann in der Nähe beworben und echt die Zusage bekommen. Das musste gefeiert werden. Ich rief meine Kumpels an und wir gingen in unsere Lieblingsbar. Ich hab mir noch gedacht: Ey, nur nicht so viel trinken. Irgendwann hab ich auf die Uhr geguckt es war schon fast 4. Ich musste dringend ins Bett. Stieg ins Auto ohne Tschüß zu sagen. Natürlich klingelte das Handy sofort. Ich versuchte, es aus der Hosentasche rauszufummeln. Dabei muss ich ziemliche Schlangenlinien gefahren sein, bin in einen Mercedes am Straßenrand gekracht. Sofort gingen überall die Lichter an und der Besitzer kam rausgerannt. Ich versuchte ihm noch auszureden, die Polizei zu rufen, aber er schrie mich nur an. Die Polizei kam und nahm alles auf. Das Ende vom Lied: Ich durfte meinen Lappen abgeben. Meine Ausbildung konnte ich knicken ohne Führerschein. Eine neue Stelle hab ich noch nicht, bin arbeitslos. Keine Ahnung wie es weitergehen soll.

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Tom, 29

Ich war mit dem Auto auf dem Heimweg von einem langen Arbeitstag. Meine Freundin und ich hatten geplant, zusammen zu Abend zu essen und ich hatte versprochen, auf dem Weg noch was zu Trinken zu besorgen. Da ich nicht genau wusste, was für einen Wein meine Freundin haben wollte,  schrieb ich ihr noch eine Whatsapp Nachricht, als ich an der Ampel stand. Während ich noch am Tippen war, wurde die Ampel wieder grün. Der Typ hinter mit hinter hupte mich an. Ich hab mich total erschrocken, das Telefon auf den Beifahrersitz geworfen und bin dann hastig rechts abgebogen. Ich hab einfach nicht richtig aufgepasst, den Schulterblick vergessen, und den Radfahrer einfach nicht kommen sehen. Bin abgebogen und hab ihn voll erwischt.  Er hatte zwar „nur“ eine Schlüsselbeinprellung und vorne eine Acht im Rad, aber das war ein echt einschneidendes Erlebnis. Ich war super geschockt und für ein paar Sekunden wie gelähmt. Ich werde jedenfalls nie wieder mein Telefon im Auto anfassen.

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Alice, 18

Es war ein Nachmittag im Sommer, als ich mich mit unseren Pudel Max, auf den Weg zum Hundesalon machte. Ich gab ihn beim Salon ab und rief meine Schwester an, um zu fragen ob sie Max abholen könne, denn ich hatte noch einen wichtigen Arzttermin. Der Salon ist in einer kleinen Einbahnstraße, in der sonst kaum Verkehr ist. Normalerweise. Ich lief also telefonierend und in Gedanken auf die Straße. Ich dachte eben, es wäre alles frei, wie immer. Völlig bescheuert! Ich sah das Auto einfach nicht und bin direkt hineingelaufen. Ich stieß beim Schritt nach vorn gegen den Reifen, fiel und brach mir den Fuß. Eigentlich hatte ich aber echt Glück. Man sagt das immer so, aber es hätte so viel schlimmer ausgehen können. Nicht nur für mich. Der Fahrer hätte in ein anderes Auto fahren können, bei dem Versuch mir auszuweichen. Oder was wäre gewesen, wenn ich Max dabei gehabt hätte und er vor mir auf die Straße gelaufen wäre? Was, wenn ich ihn so auf dem Gewissen gehabt hätte? Der Fahrer des Autos war super lieb. Er hielt an und hat mich sogar ins Krankenhaus gefahren. Einen Monat lang musste ich einen Gips tragen und mich dadurch jeden Tag daran erinnern lassen, wie dumm ich war. Manchmal sind es eben gar nicht die Fahrer, die Schuld sind, sondern wir Fußgänger, wie wir so auf unser Telefon fixiert sind und nicht mehr darauf achten, was um uns herum passiert.

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Alex, 42

Ich fuhr meinen täglichen Weg zur Arbeit, eine Strecke, die ich fast jeden Tag fahre. Ich kenne die Route wirklich  in- und auswendig. Tja, ich scheine mich ein bisschen zu sehr an die Strecke gewöhnt zu haben. Als ich auf die letzte Ampel zufuhr, nach der ich normalerweise von der Hauptstraße abfahre, klingelte mein Telefon auf dem Beifahrersitz. Du weißt ja wie das ist, als Abteilungsleiter muss man einfach erreichbar sein. Da die Ampel vor mir grün war, entschied ich dieses eine Mal ausnahmsweise ranzugehen. Ich guckte also für eine Sekunde nicht auf die Straße und knallte meinem Vordermann hinten drauf. Später erfuhr ich, dass die Ampel bereits kurz nach meinem Blick aufs Telefon auf gelb umgesprungen war und der Fahrer im Auto vor mir nicht aufs Gas gedrückt hat, um noch rüber zu kommen. Er bremste und ich kann von Glück reden, dass ich nicht schneller unterwegs war. Der Fahrer und seine Frau erlitten ein Schleudertrauma, waren für Wochen erstmal ausgeknockt.

Warum wir die Finger beim Fahren vom Telefon lassen sollten

1,00
Sekunde

Ist die durchschnittliche Reaktionszeit eines Autofahrers. Telefonieren verdoppelt diese Zeit.

0,8
Promille

So wirkt ein Telefonat am Steuer - SMS schreiben hat sogar den Effekt wie 1,1 Promille.

100
Meter

Die Entfernung, die du bei 120 km/h in 3 Sekunden beim Handy checken zurück legst.

30
Meter

Die Entfernung, die du in 2 Sekunden bei 50 km/h zurück legst.

5
Mal

So hoch ist die Unfallgefahr beim Griff zum Handy am Steuer.

10
Mal

So hoch ist die Unfallgefahr beim Lesen und Schreiben von Nachrichten am Steuer.

50
Prozent

weniger Verkehrsunfälle verzeichnete die Polizei im Emirat Abu Dhabi als das Mobilfunknetz für zwei Wochen ausfiel.

0
Prozent

Ist der Unterschied der Ablenkung zwischen Handygebrauch mit oder ohne Freisprecheinrichtung.

2014

Hat die Ablenkung durch Handynutzung in Österreich den Alkohol als Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle abgelöst.

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Das Gesetz

Hier findest Du die aktuellen Gesetze und ihre Bedeutung zum Thema Smartphone Nutzung während des Fahrens. Es gibt länderabhängig unterschiedlich hohe Geldstrafen. Dazu kommen noch Punkte im Strafregister und sogar ein mögliches Fahrverbot bei Wiederholungen. Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr: Hände weg vom Handy am Steuer, denn schon kleinste Momente der Unaufmerksamkeit reichen, um einen Unfall zu verursachen. Es sollte für Dich niemals vom Level des Strafmaßes abhängen, ob Du dein Telefon nutzt oder nicht, denn davon können Leben abhängen.

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StVO § 23

(1)Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. (§ 17 Absatz 1).

(1a)Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

Als verbotene „Benutzung“ gilt dabei jede Handhabung, bei der das Handy kurzfristig in die Hand genommen und bedient wird (selbst das Ablesen der Uhr, wenn dazu Handlungen am Handy wie Aufklappen, Tastendruck notwendig sind).

Nicht hierzu zählen jedoch die bloße Aufnahme des Gerätes, um es im Fahrzeug z.B. von einer Ablage in eine andere zu legen oder das rein passive Ablesen der Uhrzeit. Die verbotene Nutzung des Telefons kostet 60 Euro und einen Punkt. Übrigens: Bereits ein laufender Motor beim Schreiben oder Telefonieren kann zu Strafen führen.

Tipps für sicheres Fahren

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Du kannst dein Handy in den Stummmodus schalten, dann lenkt Dich der Benachrichti­gungston bei WhatsApp oder Skype Messages und eingehenden Anrufen nicht mehr ab.

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Statt Flugzeug- oder Stummmodus kannst Du alternativ auch einen angenehmen Klingelton wählen, der auch bei längerem Klingeln nicht stört. Diesen nicht zu laut stellen.

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Solltest Du doch einmal dringend etwas ins Navi eingeben oder eine SMS schreiben müssen, fahre bitte an den Fahrbahnrand und halte an.

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Intensive/emotionale Telefonate mit oder ohne Freisprecheinrichtung bitte im Auto vermeiden.

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Fahren mehrere Personen im Auto, so sollten diese bei Bedarf für den Fahrer schreiben oder telefonieren.

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Falls Du dein Smartphone via Bluetooth zur Musikwiedergabe nutzen willst, schließe alles vor der Fahrt an und regle später die Lautstärke übers Radio. Leg dir vor der Fahrt deine Playlist zurecht, damit Du nicht während des Fahrens in Versuchung kommst, am Handy zu spielen.

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Musst Du doch während der Fahrt telefonieren, bitte nur mit Freisprech­einrichtung. Tele­fonieren solltest Du nur, wenn das Handy in einem Halter steckt. Du solltest es dazu nicht in die Hand nehmen müssen, und über Sprachbefehle aktivieren können. Headsets sind in einigen Ländern nicht erlaubt. Darauf achte bitte ebenfalls.

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Solltest Du statt eines Navis lieber Google Maps als Wegweiser nutzen, denk bitte daran, die Routenplanung vor dem Losfahren zu starten. Das Telefon sollte in einer Halterung fixiert sein und Dir Sicht darauf erlauben, ohne die Straße aus dem Blickfeld zu verlieren.